2/01/2011

Lieblingspullis

Wenn ich, und dies kommt gar nicht oft vor, einen Pulli gefunden habe – oder ein anderes Kleidungsstück, aber es sind tendenziell Pullis –, das mir richtig gefällt, dann hätte ich es gern zwei Mal. Oder drei Mal. Oder noch öfter.

Ich stelle mir dann vor, wenn ich mich in dem Pulli ansehe, dass ich diesen Pulli jeden Tag tragen könnte. In rot. In blau. Es wäre die gleiche Naht, die ich schon am Original liebte, der gleiche Stoff, der selbe Zauber.

Der Pulli wäre immer genauso schön. Und ich genauso schön in dem Pulli wie in dem Moment, als ich beschloss, dass der Pulli mein Lieblingspulli ist. Der Zauber des Lieblingspullis ist beim Erwerb eines zweiten Lieblingspullis jedoch noch immer, augenblicklich und unwiderruflich, erloschen.

Vater erzählt vom Verstummen

Mein Vater erzählte vom Blut nach der Geburt eines Kindes auf dem Dorf, von der Stimmung eines blauen Nachmittags, und von der Ärztin, die...